Der Sitzungssaal im Akademiehotel Berlin (15.06.2019)

Der LSA Berlin beteiligt sich schon seit der Gründung der Bundesschülerkonferenz in 2004 aktiv an dessen Arbeit. Vom 14. – 16. Juni konnten wir nun die Ländervertretungen zum ersten Mal in Berlin begrüßen.

Der großen Veranstaltung gingen einige Verhandlungen mit unserer Bildungssenatorin Sandra Scheeres voraus, die uns letztendlich großzügig finanziell unterstützte. Somit konnten wir für die BSK das Akademiehotel Berlin buchen und dort mit über 50 Teilnehmer*innen aus fast allen Bundesländern tagen.

Nach einer Begrüßung des Bundessekretariats ging es schnell über in die erste Debatte – gemeinsam sollte ein Zeugnis für Bildungsministerin Anja Karliczek ausgestellt werden. In der Kritik war man sich schnell einig, doch auch Gestaltung und Formulierung wurden von vielen Teilnehmer*innen ausführlich diskutiert. Fließend ging es dann in die erste Themenarbeit über. In Gruppen trafen sich die Delegierten und tauschten sich über die derzeit größten Themen deutscher Bildungspolitik aus: Digitalisierung, (Mathe-)Abitur und Vergleichbarkeit, Fridays for Future und Nachhaltige Schule und Partizipation von Jugendlichen. Aus dem regen Austausch und den Nachfragen aus dem Gremium entstanden am Samstag Positionspapiere, die demnächst auf der Webseite der BSK zu finden sind.

Neben dieser inhaltlichen Arbeit, ging es ebenso um die Struktur der BSK. Denn durch den Föderalismus – Bildung ist schließlich Sache der Länder (!) – ist es gar nicht so einfach sich auf Bundesebene auf eine gemeinsame Arbeitsweise zu einigen. Eben da Bildungsfragen zu großen Teilen innerhalb der Bundesländer entschieden werden, gilt während Bundesschülerkonferenzen bei inhaltlichen Entscheidungen grundsätzlich das Konsensprizip: keine Landesvertretung soll sich übergangen fühlen, alle tragen die Entscheidungen am Ende gemeinsam.

Das Team aus Berlin – Delegation und Organisation (privates Archiv, 15.06.2019)

Noch spannender wurde es dann am Samstag beim Bildungspolitischen Abend. Mehrere Parteien schickten schon vorher ein Grußwort; aus SPD, FDP und von den Linken kamen jeweils die Bildungspolitischen Sprecher. Die Moderation übernahm unsere Finanzenreferentin, Helen Schroeder. Offensichtlich mit Erfolg, denn am Sonntag wurde sie mit überwältigender Mehrheit zur neuen Koordinatorin für Presse der BSK gewählt. Die Diskussion mit den Politiker*innen leitete sie vor allem in Richtung der Digitalisierung an Schulen. Es ging um den Digitalpakt, die Ausstattung von Schulen, Chancengleichheit und Handyverbote. Reghafte Diskussionen schlossen sich an, bis wir den Sitzungssaal um Mitternacht verlassen mussten.

Auch wenn zur Pressekonferenz am Sonntagmittag kaum ein Journalist kam, war die Konferenz für uns ein voller Erfolg. Wir konnten uns weiter vernetzen, unsere Meinung in die Positionspapiere einbringen und haben nun sogar wieder eine Vertreterin im Bundessekretariat. Bei ihren Aufgaben wünschen wir Helen viel Erfolg!

Teilnehmer*innen der Bundesschülerkonferenz (privates Archiv, 15.06.2019)

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